Bundesnetzagentur

UWB (Ultra Wideband)

Anwendung

UWB

Bedingt durch die Besonderheiten des angewandten Funkverfahrens weist die UWB-Technologie verschiedene Vorteile gegenüber den herkömmlichen drahtlosen Systemen auf. Diese liegen u. a. in der

  • großen Übertragungsgeschwindigkeit (bis zum GBit/s-Bereich)
  • hohen Fading-Resistenz bei Mehrwegeausbreitung
  • großen Störungs- und Abhörsicherheit
  • Möglichkeit, die breitbandigen UWB-Netze vorhandenen schmalbandigen Funksystemen zu überlagern
  • zentimetergenauen Ortsauflösung UWB-basierter Messsysteme
  • geringen Stromaufnahme im Vergleich zu anderen Kurzstrecken-Funktechnologien
  • einfachen und preisgünstigen Herstellung der Komponenten, da keine aufwändigen Hochfrequenzsysteme wie bei den schmalbandigen Funktechnologien erforderlich sind.

Somit finden sich zahlreiche Anwendungen für diese Kurzstrecken-Funktechnologie, die zum einen in der Kommunikation mit hohen Bitraten über Distanzen von bis zu 10 Metern und zum anderen in der Radar- und Sensor-Technik liegen. Einsatzbeispiele sind u. a.

  • Multimedia-Kommunikation mit hohen Übertragungsraten über kurze Distanzen: Z. B. können digitale Camcorder per UWB ihre Videodaten drahtlos an Monitor, Fernsehgerät, DVD-Player und in Sekundenschnelle an Rechner übertragen. Man geht davon aus, dass die Kosten für derartige Sender und Empfänger im Massenmarkt auf wenige Euro fallen werden.
  • Umwelttechnik: An kritischen Orten installierte Sensoren könnten mit Hilfe sich autonomorganisierender UWB-Funknetze Überwachungsaufgaben wahrnehmen, z. B. Deiche auf gefährliche Durchfeuchtung kontrollieren oder Waldbrände melden.
  • Automobiltechnik: Alle wichtigen Komponenten eines Kfz erhalten Sensoren und werden per UWB vernetzt, wodurch sich aufwändige und teure Kabelstränge im Auto erübrigen.

 

Weiterführende Informationen

Ausführliche Informationen zu UWB.

 

Zusatzinformationen

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