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Amateurfunkdienst

Technik

Amateurfunkantenne

Für den Amateurfunkbetrieb gibt es in Deutschland zahlreiche Frequenzbänder vom Langwellenbereich (135,7 kHz) bis hin zum Bereich der Terahertz-Frequenzen und der optischen Freiraum-Kommunikation. Je nach Zuweisungsstatus sind diese Frequenzen, bezogen auf die gleichzeitige Nutzung durch andere Funkdienste, dem Amateurfunk weitgehend exklusiv (z. B. 14 – 14,35 MHz), primär (z. B. 3,5 – 3,8 MHz) oder sekundär (z. B. 50,08 – 51 MHz) zugeteilt worden.

Zur Abwicklung des Funkverkehrs bedienen sich die Funkamateure verschiedener Betriebsarten. Die heute gebräuchlichste Betriebsart ist die Telefonie. Der ab den 30er Jahren verwendeten Amplitudenmodulation (AM) folgte in den 60er Jahren die Einseitenbandmodulation (SSB = Single Side Band). Der SSB-Sender modifiziert das AM-Signal in der Weise, dass eines der beiden Seitenbänder und der Träger unterdrückt werden, was die Spektrums- und Energie- Effizienz erheblich erhöht und bei gegebener Sendeleistung deutlich größere Distanzen zu überbrücken gestattet. Auf dem 10-m-Band und den UKW-Bändern etablierten sich in den 70er Jahren neben CW und SSB die Frequenzmodulation (FM) und die Phasenmodulation (PM), womit weniger störungsanfällige Funkverbindungen möglich sind.

Modernere Text- und Daten-Übertragungsverfahren nutzen die Soundkarte von PC oder Laptop. Hierzu gehören z. B.:

  • Packet Radio: Die zu übertragenden Daten werden in kleine Pakete aufgeteilt, auf dem Funkwege mit bis zu 9,6 kBit/s übertragen und empfangsseitig nach Fehlerkorrektur wieder zusammengesetzt.
  • APRS (Automatic Position Reporting System): APRS ermöglicht die automatisierte Verbreitung von Daten, z. B. Wetterdaten oder kurze Textnachrichten, im 2-m-Amateurfunkband mit einer Bitrate von 1200 Bit/s.
  • PSK31 (Phase Shift Keying mit 31 Baud): Es handelt sich um ein speziell für die Kurzwelle entwickeltes Datenübertragungsverfahren mit sehr geringer Bandbreite, hoher Störfestigkeit und Bitraten von 31 Bit/s.

 

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