Glossar - F

Feldstärke

Die Feldstärke ist einer der wichtigen Parameter, um das elektrische Feld einer Funkanlage zu beschreiben. Funkanlagen werden darüber hinaus mit anderen Größen beschrieben. Das macht die Interpretation und das Verstehen von Messwerten nicht gerade einfacher. Letztlich hängen aber alle Größen miteinander zusammen oder lassen sich ineinander umrechnen.

Zunächst aber zum Begriff Feldstärke: Das Kraftfeld, mit dem sich ein elektrisch geladener Körper umgibt, nennt man elektrisches Feld. Das Maß für die Stärke des elektrischen Feldes ist entsprechend die Feldstärke (E). Physiker geben sie in Volt pro Meter an (V/m). Volt ist das Maß für die elektrische Spannung. Die Feldstärke gibt also an, wie stark der Einfluss eines elektrisch geladenen Körpers in einer bestimmten Entfernung ist. Letztlich ist dieser Einfluss abhängig von der Stromstärke im elektrisch geladenen Körper und dem Widerstand, den die Umgebung dem elektrischen Feld entgegenbringt.

Elektrisch durchflossene Körper weisen darüber hinaus auch ein Magnetfeld auf. Experten sprechen deshalb auch vom Elektromagnetismus. Die Einheit für die Stärke des Magnetfeldes ist die magnetische Feldstärke H (Ampère/Meter). Ampère (A) ist die physikalische Einheit der Stromstärke.

 

Fernfeld

Im Fernfeld sind das elektrische Feld (E-Feld) und das magnetische Feld (H-Feld) in Phase, stehen senkrecht aufeinander und sind über den sogenannten Feldwellenwiderstand Z0 von 377 Ohm miteinander verknüpft.

E = H x Z0       bzw.  H = E / Z0                   E: elektrisches Feld; H: magnetisches Feld

Ohne detaillierte Kenntnisse über die Eigenschaften des Fernfeldes und des Nahfeldes (siehe Nahfeld) können Feldstärken von Funkanlagen messtechnisch nicht sachgerecht ermittelt werden. Feldstärkemessungen zur Beurteilung des Schutzes von Personen in elektromagnetischen Feldern sollten deshalb nur von entsprechend ausgebildeten Personen durchgeführt werden.

 

Frequenz

Töne, Licht oder auch Funksignale breiten sich als Welle in der Umgebung aus. Die Frequenz (f) gibt an, wie häufig eine solche Welle pro Sekunde schwingt. Physiker geben die Frequenz in Hertz an. Ein Hertz entspricht dabei einer Schwingung pro Sekunde. Eine auf den Kammerton A mit 440 Hertz gestimmte Klavierseite schwingt also 440 mal pro Sekunde. Dass sich auch elektromagnetische Felder wellenförmig ausbreiten, verdeutlichen die klassischen Begriffe aus dem Rundfunk Mittelwelle, Langwelle und Ultrakurzwelle. Im Vergleich zum Kammerton A schwingen diese Wellen mehr als Tausend mal so schnell.

1 Hertz (Hz) – 1 Schwingung pro Sekunde
1 Kilohertz (kHz) – 1.000 Schwingungen pro Sekunde
1 Megahertz (MHz) – 1.000.000 Schwingungen pro Sekunde
1 Gigahertz (GHz) – 1.000.000.000 Schwingungen pro Sekunde

 

FTEG - Gesetz über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen

Das FTEG vom 7. Februar 2001 (BGBl. IS.170) ermächtigt die Bundesregierung, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates Regelungen zur Gewährleistung des Schutzes von Personen in den durch Betrieb von Funkanlagen einschließlich Radaranlagen entstehenden elektromagnetischen Feldern zu treffen. Auf dieser gesetzlichen Grundlage wurde die BEMFV (Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder) erlassen.

 

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